Die Schüler*innenschaft hat gewählt. Das ist das neue SO-Team.
Die Schüler*innenorganisation der KZU (SO) hat sich personell neu aufgestellt. Im Team:
Nihasni Pathmanathan (4e),
Lenia Reichen (4m),
Fabian Schiesser (5g)
Enea Däppen (5j)
Carl Weidmann (3m)
Céline Ulli (3e)
Nick Hofmann (3i)
Kiyan Ayhan (3c)
Mizgin Ok (4e)
Das Präsidium übernehmen die verdienten SO-Mitglieder Lenia Reichen und Fabian Schiesser.
Wir wünschen dem neuen Team eine kreative und erfolgreiche Arbeit zugunsten der Schüler*innenschaft und der ganzen KZU. Dem zurückgetretenen Präsidium Julian Hägi (6g) und Clara Brink Dorca (6c) danken wir für ihren Einsatz und wünschen alles Gute. (rik)
Die Mitglieder des SO-Vorstandes im Einzelportrait
Ein un-poL-itisches Finale
Die 18 Gruppenprojekte des «projektorientierten Lernens (poL)» mussten vor Publikum und Jury bestehen.
poL steht an der KZU für «projektorientiertes Lernen», ein Gefäss, in dem Viertklässler*innen sich als Projektmanager*innen versuchen – in Teams von 8 bis 14 Schüler*innen, angeleitet durch eine Lehrperson in der Rolle eines Coaches. Zu bestehen in einem solchen Team, sich auf eine gemeinsame Idee festzulegen und alle Widrigkeiten von mangelnden Finanzen bis zu nicht termingerecht gelieferten Materialien zu meistern, braucht Energie und Einsatz. Die meisten Projekte wurden von den Schüler*innen selber initiiert – von «Jugend mit Herz» und «Adopt, don’t shop» bis zu Modellfliegern, Holzbrunnen, Häkeln und Töpfern.
Den Publikumspreis holte das poL «soziales Engagement für Asylsuchende», die Jury entschied sich für das Theater-poL «Hals- und Beinbruch». Wir gratulieren herzlich! Der Dank geht an die beiden Lehrpersonen Sandra Philps (Mathematik) und Bruno Brünner (Wirtschaft & Recht), welche den Jahrgang souverän durch alle Irrungen und Wirrungen schifften.
Text und Bilder: Jost Rinderknecht
Alles ist pol-itisch, ist man geneigt zu sagen. Für einmal ist es aber nicht viel mehr als ein Wortspiel. poL steht an der KZU für «projektorientiertes Lernen», ein Gefäss, in dem Viertklässler*innen sich als Projektmanager*innen versuchen – und das in Teams von 8 bis 14 Schüler*innen. Die Anlage ist zweifellos nicht ganz ohne – welches neu zusammengewürfelte Team von beachtlicher Grösse, angeleitet durch eine Lehrperson in der Rolle eines Coaches, könnte sich auf die Schnelle produktiv für ein gemeinsames Projekt entscheiden und dieses dann von der Idee bis zum fertigen Produkt durchziehen? Dass es dabei auch zu gruppendynamisch herausfordernden Phasen kommt, verwundert kaum. Schule soll ja bekanntlich Vieles trainieren, was später wichtig sein wird. Zu bestehen in einem solchen Team, sich auf eine gemeinsame Idee festzulegen, diese durch dick und dünn zu verteidigen, alle Widrigkeiten von mangelnden Finanzen bis zu nicht termingerecht gelieferten Materialien zu meistern, braucht Energie und Einsatz. Immerhin: Die Gruppenzusammenstellung wurde aufgrund von Vorlieben gemacht – und die meisten Projekte wurden nicht von Lehrpersonen sondern von den Schüler*innen selber initiiert. Dies ergibt immer wieder ein gutes Panoptikum über das, was die Jugendlichen interessiert. Es reicht von der Anteilnahme an Menschen in weniger privilegierter Situation (Jugend mit Herz, Engagement für Asylsuchende) und Tieren (Adopt, don’t shop) bis hin zu ganz Handwerklichem (Modellflieger, Holzbrunnen) und seit neuestem auch bis zu Boomer Hobbies (z.B. Häkeln, Töpfern).
Auffallend am diesjährigen Durchgang war, dass es doch eher viele getrenntgeschlechtliche Gruppen gab – oder solche, wo nur je ein Junge oder Mädchen (dann aber ganz dezidiert: doch, ich will genau das!) mittaten. Vielleicht ist halt doch alles pol-itisch?! Als Coach einer reinen Knabengruppe liess ich mich in mehrfacher Hinsicht überraschen. Die (meisten) Jungs waren stets motiviert, sehr zielorientiert, fleissig, planten voraus, hatten die Finanzen im Griff und sorgten mit grossem Verantwortungsbewusstsein und Achtsamkeit dafür, dass ihr Holzbrunnen mit Solarpumpe und Wasserkreislaufsystem zum Laufen kam und das Team funktionierte. Ich musste also meine lehrerbedingt professionell deformierte Genderwahrnehmung sehr sehr revidieren (wie gut das tut!). Gleichzeitig fanden einige von ihnen immer mal wieder, dass die «Anderen» (die 17 weiteren Gruppen) ja gar keine richtigen Projekte machen würden, die würden ja nur alte Menschen besuchen oder Asylbewerber. Ok, ganz am Ziel sind wir offenbar noch nicht… poL ist ja schliesslich auch eine interessensgelenkte «Bubble». Auch gut, wenn man die dann wieder verlassen kann für den Rest des Gymnasiums.
Den Publikumspreis holte übrigens das poL «soziales Engagement für Asylsuchende», die Jury, bestehend aus 5. Klässler*innen und Lehrpersonen, entschied sich für das Theater-poL «Hals- und Beinbruch». Wir gratulieren herzlich! Der Dank geht an die beiden Lehrpersonen Sandra Philps (Mathematik) und Bruno Brünner (Wirtschaft & Recht), welche den Jahrgang souverän durch alle Irrungen und Wirrungen von Projekten schifften. «Hals- und Beinbruch» wünschen wir allen Viertklässler*innen, welche die beiden letzten Schulwochen in einem Praktikum verbringen werden.
Text und Bilder: Jost Rinderknecht. Die Bilder zeigen die Poster zur Mitte des Projektes sowie Impressionen des Finals.
Züribieter Joghurt nature und Sisyphus interruptus
Dass LSD die Sinne arg strapazieren kann, ist allseits bekannt. Das gilt auch für die moderne Interpretation dieses Kürzels: Last School Day. Früher benannte man den Tag nach dessen Inhalt: Maturstreich. Der Streich entwickelte sich an der KZU über die Jahre ganz revolutionär im astronomischen Sinne: alle Jahre wieder (gleich): eine Wasserschlacht mit Exzessen – immerhin kein Büchersturm. Und ein versöhnlicher Abschluss mit schulleiterlicher Grillade und Salatbuffet im lauschigen Mensagarten. Dieses Jahr sollte (fast) alles anders werden, abgesehen vom gut verankerten Schluss. Dass der diesjährige letzte Schultag (wie eine Meute strahlender Jungs mit einer Tafel ankündigte: «Übrige Schultage: noch 0 Tage») im Zeichen des Klimawandels unter einem «Heat Dome» und unter der Prämisse eines Wasserschlachtverzichtes (einige sprechen von einem Verbot…) stattfinden sollte, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Die Verantwortlichen in der Schulleitung sind allerdings nicht zu beneiden. Sie schwitzen an diesem Tag mit Abstand am meisten. Einen diesbezüglichen Schulklimawandel herbeizuführen ist fast so schwierig wie den atmosphärischen Klimawandel loszukriegen.
Nach dem ersten Durchgang zu beurteilen darf man konstatieren: Es ist gelungen. Das Einzige, was noch milde an die umstürzlerischen Zeiten erinnerte, war das handgemalte Banner über dem Haupteingang – allerdings wurde schnell klar, dass «Nightlife» weniger brachial werden sollte wie «Prison» und ähnliches aus den Vorjahren. Die Jahrgang der Maturii hatte sich mächtig ins Zeug gelegt. Das durchorchestrierte Fest (mit farblich abgestuften Zutrittsbändeli und toll designten Shirts – danke, endlich mal keine Overalls, Polizeiuniformen und Militärklamotten!) war eine Party für alle Geschmäcker – «Nightlife» at «High Noon» eine besondere Herausforderung. Man wähnte sich zeitweilig fast an einem Hausfest. So gab es Frisuren-, Nagellack-, Styling-, Spiel-, Geschicklichkeits-, Dating-, Karaoke-, Gaming-, Talent- und noch viele weitere Posten – allesamt liebevoll drapiert und von (zeitweise etwas übernächtigen, aber) wohlwollenden Maturand*innen bedient. Die obligate Aula-Show mit Film, Lehrer-Schüler*innen-Quiz-Battle (ein Sieg nach Punkten für die Lehrer*innen! – eine Revanche?), mit (rektoralen und anderen) Tanzeinlagen (wow!), Herzblatt-Verkupplungsshow und «Best of» Prämierungen des Jahrgangs durfte selbstverständlich nicht fehlen – hervorragend moderiert durch zwei Jahrgängerinnen, die auch das phasenweise machohafte Auftreten der Protagonisten auf der Bühne witzig und träf kommentierten.
Erstmals legten DJs aus der Lehrerschaft auf – Sisyphus interruptus könnte als Programmname für den angestrebten Kulturwandel nicht besser passen. Auch an «Zältli» mangelte es nicht – serviert aus der «Züribieter Joghurt nature»-Box. Wird das nun der neue «LSD @ KZU»? Viel Süsses und wenig(er) Saures? Aus der Region, für die Region? Wir werden es sehen. Und hoffen, dass der Tag seinen guten Lauf nehmen wird, den er eingeschlagen hat. (Leicht r)evolutionär weiterentwickeln darf er sich auf alle Fälle. «Ä chlei stinke muess es» – gilt ganz sicher auch für diesen Tag. Das wurde auf alle Fälle schon mal eingelöst. Die Luft in der Aula war zum Schneiden – vielleicht ein Vorgeschmack auf die Maturfeier in der Stadthalle. Etwas «crunchier» darf das Joghurt nature künftig sicherlich noch werden. Und das Mensateam wird mehr Wasser für durstige Kehlen bereit stellen müssen.
Vom Nightlife berichtet hat: Jost Rinderknecht – dieses bebildert auch, zusammen mit Robert Richter Der Dank geht an alle, die sich mit Verve für eine «neuen» Maturstreich engagiert haben.
Weitere Bilder nur für KZU-Angehörige sind hier einzusehen.
Das Glück in der Solidarität finden
Am Glücksrad drehen müssten die KZU-Schüler*innen ja eigentlich nicht. Im Zürcher Unterland zu leben und die Schulbank zu drücken, ist schon der Lottosechser. Das ist den meisten Gymnasiast*innen durchaus bewusst – und wird ihnen in vielen Lektionen auch vor Augen geführt. Liest man allerdings die Lokalpresse (Tages-Anzeiger vom 5.5. «In diesem Gymi tropft es durchs Dach») kann man berechtigte Zweifel hegen, wie sinnvoll es ist, dass gerade die KZU das Bildungsprojekt «Elukids» in Sri Lanka unterstützt. Angesichts der verheerenden Schäden des Zyklons Ditwah Ende November 2025 relativieren sich solche Bedenken aber sofort – glücklich, wem nur das Wasser durchs Dach tropft und dem nicht sein ganzes Lebenswerk weggeschwemmt wurde. Solidarität lehren und lernen ist in der heutigen, zunehmend entsolidarisierten Welt dringend nötig. Dies hat sich die UNESCO-Gruppe der KZU auf die Fahne geschrieben. Sie tut das schon seit Jahren, mit Charme, Ideenreichtum, Aktivitäten aller Art, Lebensnähe und einem langen Schnauf. Dahinter stehen engagierte Lehrerinnen, vornehmlich aus den Fachbereichen der Alten und Neuen Sprachen – allen voran Laurine Pittoni, Französisch- und Italienischlehrerin, welche auch direkte Kontakte zu Elukids pflegt und so den Draht zwischen dem Zürcher Unterland und Sri Lanka immer wieder neu am Leben erhält. Dazu gehören aber auch engagierte Schülerinnen und Schüler, die sich dem Solidaritätsgedanken verpflichten und die wichtige Botschaft unter die Belegschaft bringen. Dass manche Schüler*innen der KZU Wurzeln in Südostasien haben, mag dabei nebensächlich sein – schlägt aber einen weiteren Bogen zwischen den Welten. Eine Schule lebt immer auch von dem, was zwischen den Zeilen und zwischen den Lektionen passiert. Die UNESCO-Gruppe belebt und prägt die KZU-Schulkultur mit ihren wichtigen Anliegen, wie etwa dem jährlichen Gedenken der Menschenrechte. Und manch eine Schülerin oder ein Schüler erlebt das Glück hoffentlich nicht nur am Rad, sondern auch in der Solidarität. Denn für andere da zu sein und sich zu engagieren steigert ja bekanntlich die Lebensqualität – für alle. Text: Jost Rinderknecht, Bilder: Laurine Pittoni, Jost Rinderknecht
Die AC Milan zu Gast auf dem KZU-Rasen
Fake News! Nein, natürlich war die AC Milan nicht auf dem wohlpräparierten KZU-Rasen zu sehen – nur ein einziger Milan überwachte das Geschehen auf und neben dem Feld mit Argusaugen. Immerhin war ein wichtiges Zürcher Derby angesagt für diesen Montagnachmittag: Der Schüler*innen FC(K)Z(U) gegen die grashoppenden Lehrer. Kurz und gut: Die Maturand*innen duellierten sich in ewiger, jährlich wiederkehrender Tradition mit den Lehrern – ein Sportereignis der Extraklasse. Die 6. Klässler*innen waren mit einem Grossaufgebot auf dem Platz. Es reichte gar für eine fast komplett ausgewechselte Mann-und Frauenschaft für beide 20minütigen Halbzeiten. Die Lehrer selektionierten bereits im Vorfeld hart – in die Endauswahl schafften es letztlich nur Sport-, Sozialwissenschafts- und MINT-Lehrer. Neben dem Milan überwachte Schulsozialarbeiter Christian Fröhlich das Geschehen und amtete als fairer Schiedsrichter, eine Rolle, die ihm wohl auch im beruflichen Leben nicht ganz unbekannt zu sein scheint. Entsprechend ging es denn auch hart, aber fröhlich zu und her. Der schwarze Block unterstützte lautstark – mit Sprechchören und Fanplakaten – seine schwarzen Brüder und Schwestern auf dem Feld, derweil die «Bleus» erst im Laufe des Spiels einige «Allez-les-Bleus-Anhänger*innen» vorfanden.
Es kam wie es kommen musste. Dank hervorragender Goalie-Paraden auf beiden Seiten – Lara Hinnen (6a) und Elias Schrag (6h) auf der einen Seite und Torhüterlegende Ibrahim Gürbüz (WR-Lehrer) auf der anderen Seite – wurden etliche Chancen erfolgreich neutralisiert. Mit je einem Tor pro Halbzeit mit wechselnder Tordominanz blieb es zum Schluss der regulären Spielzeit 1:1. Das Penaltyschiessen verkam zum Thriller. Die Maturand*innen konnten letztlich hauchdünn die Oberhand gewinnen. Wir gratulieren beiden Teams für den fairen Match. Wie schön ist es doch, Alt und Jung in einer Regenpause auf den schönsten Sportanlagen des Kantons Tschutten zu sehen. Ausgesprochene Talente, Tifosi-Allüren und Zaungäste ausserhalb des Stadions (danke dem unbekannten Mann für die Ballrückgabe) – sie allen waren auszumachen. Nicht einmal der Traktor im Hintergrund der fussballerischen Szenerie fehlte – der geschäftlich abwesende und ansonsten auch mitspielende Rektor Roland Lüthi hätte seine wahre Freude gehabt.
Für die bevorstehenden Maturitätsprüfungen wünschen wir allen Maturand*innen viele Penalties, bei denen der Ball bzw. die Antwort auf die Prüfungsfrage den Weg ins Netz findet. Es ist nicht unbedingt nötig, dass die Prüfungen zu einer solchen Zitterpartie werden wie dieser legendäre Match ;-). Vor Ort, mit Wort und Bild: Jost Rinderknecht
alle Bilder des Spiels unter diesem Link (nur für KZU-Angehörige)
Wachstumsstützen für die Besten
Grosse Ehre für Anna, Norina, Michaela und Alexander aus dem Maturjahrgang 26.
Die künftige Kanti Aussersihl, auf dem Areal des einstigen Güterbahnhofs gelegen, ist eine zarte Pflanze. Sie ist noch jung und noch nicht flügge – die Alma Mater Kantonsschule Wiedikon wacht darüber, dass der Jungspund gut gedeiht. Das Team von «Die Zürcher Mittelschulen» hatte die geniale Idee, die diesjährigen Plakate der 60 besten Maturitätsarbeiten des Kantons Zürich an Holzstelen zu befestigen. Die sehenswerte Ausstellung «Schlaufenster» war noch bis zum 7. Juni offen.
Die vier Preisträger*innen der KZU: Norina Bucher («Zwischen Dialektsterben und Dialektwandel»), Michaela Külling («Programmierung einer Simulation des n-Körperproblems»), Anna Németh («Wenn ich Ministerpräsidentin von Ungarn wäre…») und Alexander Rieser («Design and Development of a Portable Stereoscopic Wigglegram Camera»).
Wir gratulieren unseren vier Preisträger*innen, welche die Auszeichnung in Anwesenheit von Bildungsdirektorin Dr. Silvia Steiner entgegennehmen durften, ganz herzlich. Wir sind mächtig stolz auf euch.
Text und Bilder: Jost Rinderknecht
Die künftige Kanti Aussersihl, auf dem Areal des einstigen Güterbahnhofs gelegen, ist eine zarte Pflanze. Sie ist noch jung und noch nicht flügge – die Alma Mater Kantonsschule Wiedikon wacht darüber, dass der Jungspund gut gedeiht. Entsprechend haben die Bäumchen, die dereinst der Belegschaft der Bildungsschmiede Schatten spenden sollen (das Gleisfeld zwischen HB und Hardbrücke ist nachweislich der heisseste Ort in Zürich!), noch Wachstumsstützen. Das Team von «Die Zürcher Mittelschulen» hatte die geniale Idee, die diesjährigen Plakate der 60 besten Maturitätsarbeiten des Kantons Zürich an ebendiesen Holzstelen zu befestigen. Daraus ergibt sich ein Lustgarten erster Güte – für alle, die Lust haben, sich flanierenderweise anspruchsvolle Themen zu Gemüte zu ziehen. Die sehr sehenswerte Ausstellung «Schlaufenster» ist noch bis zum 7. Juni offen. Falls Sie die vier Preisträger*innen der KZU suchen sollten, kann ich Ihnen verraten, wer sie sind. Norina Buchermit «Zwischen Dialektsterben und Dialektwandel – Eine Analyse des Dialekts im Zürcher Unterland» Michaela Külling mit «Programmierung einer Simulation des n-Körperproblems und Analyse mit dem Dreikörperproblem und den Planetenorbits» Anna Németh mit «Wenn ich Ministerpräsidentin von Ungarn wäre… – ein Reformprogramm» Alexander Riesermit «Design and Development of a Portable Stereoscopic Wigglegram Camera»
Wir gratulieren unseren vier Preisträger*innen, welche die Auszeichung in Anwesenheit von Bildungsdirektorin Dr. Silvia Steiner entgegennehmen durften, ganz herzlich. Wir sind mächtig stolz auf euch (und sollte sich leichte Wehmut eingeschlichen haben, dass es nicht ganz nach vorne gereicht hat zu den 5 Hauptpreisen, dann sei euch versichert: Für uns seid ihr die besten – und das Leben ist nicht immer fair. Und die anderen sind eben auch verdammt gut.)
Sollten Sie, liebe Leser*innen, bei dem einen oder anderen Thema leicht ins Schwitzen geraten, kann Ihnen der Schreibende den neuen Nachbar der Kanti Aussersihl sehr empfehlen. Die Rundsicht auf alle Themen – und auch auf Zürich und das Gleisfeld – ist von der Remise Rosa aus phänomenal und verspricht einen Perspektivenwechsel (schliesslich ist ja Frau Gerolds Garten just vis à vis). Erspriesslich ist es auf jeden Fall, was uns die jungen Bildungswilden hier zeigen. Also: Nichts wie hin – es wird schön und heiss über Pfingsten. Wigglegram Cam nicht vergessen einzupacken!
Text und Bilder: Jost Rinderknecht
Tauchfestival
Das Perlentauchen 2026 entwickelte sich zum Apnoetauchen: Luft anhalten… und Staunen über das, was dabei herausgekommen ist.
Der letzte Freitag, der 13. März, war genau vor sechs Jahren: Aufgrund der Corona-Pandemie sah sich die KZU gezwungen, erstmals in ihrer Geschichte die Schule nicht ferienhalber zu schliessen. Man versuchte es nochmals mit diesem legendären Datum, diesmal allerdings, um den Maturarbeiten die Krone aufzusetzen, welche sich als eigentliche Perlen des Jahrganges 2025/26 erwiesen hatten. Das «Perlentauchen» ist ein fester Bestandteil des KZU-Kultur-Kalenders – und dass es zum dreizehnten Mal am Freitag, dem 13. März 2026 stattfinden sollte, erwies sich als abergläubische Knacknuss für alle, die Übersinnliches gerne in den Wind schlagen. «Es wird gefeiert» verkündete das Plakat der Mensa selbstbewusst – die abge-tauchte Beamertechnik behauptete allerdings mit absoluter Starrköpfigkeit «Überprüfen Sie die Eingangsklemme». Eben, Freitag, der 13! Neo-Prorektor Patrick Wehrli, Gastgeber, musste sehenden Auges miterleben, wie sich der Aulaeingang zunehmens zur Eingangsklemme entwickelte, ohne dass die herausgeputzen Gäste den Theatersaal betreten konnten. Doch wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Und welcher Spruch würde den besser dazu passen, was die rund 18 ca. 18jährigen Protagonist*innen dem Publikum staunenden Auges vorführten. Jede Maturarbeit beginnt ja schliesslich auch mit einer (fruchtbaren) Eingangsklemme – wenige landen zum Schluss auf der Perlentauchen-Bühne. Abergläubisch sein darf man dabei nicht, denn wer Angst hat vor programmatischem Scheitern wird kaum je Höchstleistungen erbringen.
Zehn Maturand*innen präsentierten ihre Werke im Foyer, sechs traten mit Vorträgen auf der Bühne auf – und weitere zwei gaben im Laufe des Abends Einblick in ihr Schaffen als Zauberer und Modedesigner. Musikalisch umrahmt wurden die stimmigen Auftritte von Noemi Peier und Jil Grabner (Klavier, Gitarre, Voices; 6m) und von der Schülerband.
Ehrgeizig das Unterfangen von Siri Moser, 6k, mit Apnoetauchen sich einem Selbstversuch zu unterziehen. Nach über vier Minuten Luft weg blieb diese dem Publikum definitiv auch weg.
Intim die Ausführungen von Ayana Albrecht, 6d. Sie befasste sich mit ihrem eigenen Leben und demjenigen vieler Adoptivkinder in einem berührenden Dokumentarfilm mit dem Titel «DANKBAR». Das Publikum dankte mit warmem Applaus.
Fancy wie Alexander Rieser, 6i, seine selbst gefertigte, kultige und stylische Wigglegram Camera in Szene setzte. Einfach grossartig. Die Zuschauer*innen wähnten sich bei Steve Jobs Keynote – nur besser und witziger. Punkto Storytelling, Minimalismus und Charisma stand Alexander dem Original in Nichts nach.
Politisch die Arbeit von Anna Németh, 6m. Sie setzt der ungarischen Fidesz Partei einen Spiegel vor und hofft, dass den Ungar*innen bei den kommenden Wahlen im April ein Auge aufgeht.
Mutig das Unterfangen von Eva Schurter, 6a, das Essen von Insekten auch in unserem Kulturkreis populär zu machen. Die Zuschauer verköstigten sich immerhin in der Pause mit Insekten-Snacks. Gar nicht so schlecht…
Explorativ die Reportage eines Lost Place in Indonesien von Kai Stucki, 6i, der sich ganz der Fotografie und dem Erleben von Lost Places auf der ganzen Welt gewidmet hat. Beruhigend zu wissen für alle «Urbexer» (in freier Übersetzung: Unterland Explorer), dass die KZU trotz baldigem Abgang all dieser Toptalente, störrischer Technik und über 50jähriger Räumlichkeiten nicht droht, ein Lost Place zu werden.
Jede Programm ist aber nur so gut wie sein Zwischenprogramm. Das zeigte sich einmal mehr bei den Intermezzi. Justin Walder, 6c, verzauberte und verblüffte das Publikum und bei Lianel Denzlers, 6m, extravaganter Modekollektion mit noch exklusiveren Hüten hütete man sich davor zu meinen, eine gute Maturitätsarbeit sei reine Zauberei. Hut ab vor all diesen Leistungen! Nicht zuletzt erwies sich der Abend als freitäglicher Hochgenusswochenabschluss, weil die beiden Prorektoren, Patrick Wehrli – von den Schüler*innen aufgrund seiner legendären Chemie-Shows liebevoll «Zauber-Wehrli» genannt – und «Sportass» Prorektor François Rey dem Showtalent nicht abhold sind und kreativ, wertschätzend und witzig durch den Abend moderierten. Fragt sich nur, wann die beiden ihre eigene Show kriegen. Schön die Schule, an der sich auch Rektor Roland Lüthi öffentlich von seinen Schüler*innen verzaubern lässt. Und das ist durch und durch (un)allegorisch zu verstehen.
Text, Bilder, Videos: Jost Rinderknecht; Bemerkung: Das Modeschau-Video ist aus urheberrechtlichen Gründen anfangs musikfrei.
Anja Kuonen, 2f, hat im Känguru-Wettbewerb (Mathematik) dieses Jahr nicht nur gewonnen, sondern von 150 möglichen Punkten alle 150 gemacht.
Es gibt Mathematiklehrer am Haus, die offen zugeben, dass ihnen das nicht gelingen würde, man stelle sich das einmal vor! Wir gratulieren Anja zu diesem tollen Erfolg, der ihr neben einer Auszeichnung mit einer eigens geschaffenen Münze aus Echtgold auch eine KZU-Tasse eingebracht hat. In dieser kann sie sich das Heissgetränk ihrer Wahl zubereiten, um für die nächsten Mathematik-Knobeleien bereit zu sein.
KZU – der Tanzfilm
Der Film gibt einen Einblick in die Tanzshow vom Schuljahr 2023/24. Choreografie: Simona Pernisch, Kamera/Schnitt: Jorge Silva Rodrigues. Dauer: 37 Min.
Unser Ehemaliger Fynn Krebser hat für die Schweiz eine der ersten beiden Silbermedaillien an einer europäischen Physik-Olympiade geholt. Den Bericht lesen Sie hier. Wir gratulieren stolz und herzlich!