Nr. 61 – Oktober 2026

Titelbild: Malerei der Klasse 5c

Editorial

«Nichts ist so beständig wie der Wandel»

Es sind immer wieder schöne Begegnungen, wenn ich zufälligerweise irgendwo ehemalige Schülerinnen oder Schüler treffe. Nach dem ersten Stressmoment, sich an den richtigen Namen und/oder die Klasse zu erinnern, ergeben sich oft kurze, aber sehr angenehme Gespräche. Natürlich will ich immer wissen, was die Person so macht: schon mit dem Studium angefangen, schon im Master, im Berufsleben, wo gelandet – und weil ich das ja schon eine ganze Weile mache, auch schon Familie und Kinder? Und in den allermeisten Fällen kommt dann auch die Gegenfrage: «Und Sie, immer noch an der Kanti? Was hat sich geändert, seit ich da die Matur gemacht habe?»

Die Beantwortung dieser Frage bringt mich immer ein bisschen in Verlegenheit. Ja, ich bin immer noch an der Kanti, ich mache grundsätzlich immer noch das Gleiche wie vor fünf, zehn oder fünfzehn Jahren – und ich mache es immer noch gerne. Was sich geändert hat? Gleichzeitig wenig und sehr viel. Natürlich verändern sich die Rahmenbedingungen und Strukturen stets. Erst in diesem Schuljahr sind die letzten Veränderungen der letzten Schulreform eingeführt und am Horizont türmt sich schon die nächste grosse Umstrukturierung auf (dazu in einem späteren Magazin sicher mal mehr…) KI ist allgegenwärtig, die Zahl der Unterrichtsgefässe nimmt zu, die Schule wächst. Aber im Kern bleibt Unterricht Unterricht, es geht um die Kommunikation mit den Schülerinnen und Schülern. Und da ist gleichzeitig die grösste Veränderung, die dazu führt, dass es einem trotz der Beständigkeit nie eintönig wird: Es sind immer wieder neue junge Menschen, die vor einem sitzen und denen man etwas beizubringen versucht.

In einer Chronik-Ausgabe des Magazins wird dieser beständige Wandel sichtbar: Äusserlich sind die Ausgaben immer gleich, wir verabschieden die Maturandinnen und Maturanden, begrüssen neue Lehrpersonen und berichten vom vergangenen Schuljahr. Im Innern ist aber trotzdem jedes Jahr wieder neu, es sind die neuen Gesichter, die neuen Menschen und neuen Begegnungen, die das Schuljahr ausmachen. In dem Sinn wünschen wir viel Spass beim Durchstöbern der Chronik und viel Freude beim Entdecken des Wandels in der Beständigkeit.

Robert Richter, Redaktor

Schulleitung

Zurückblick

Wenn ich ganz ohne Agenda auf 2025/26 zurückblicke, kommen mir zuerst Dinge in den Sinn, die uns in der engeren oder weiteren Familie beschäftigt haben. Das sind Dinge, die handeln von einem, der auszog bis zu einem anderen, der wieder einzog, von Gesunden und Kranken und Glücklichen und solchen, die etwas mehr zu nagen hatten. Es ist anzunehmen, dass die meisten, die sich jetzt fragen, was 2025/26 für sie prägte, kaum zuerst an das Geschäft oder an die Schule denken. Kraft meines Amtes tue ich aber hier nun genau dieses.

Das Tagesgeschäft als wichtigste Komponente lief im üblichen Rahmen, nur ist dieser Rahmen schon ein rechtes Stück weiter gefasst als noch vor ein paar Jahren. Im August 2025 starteten 1182 Schülerinnen und Schüler ins neue Schuljahr – über 150 mehr als noch vor 10 Jahren. Das führte auch dazu, dass mittlerweile über 170 Lehrpersonen sich auf diese erste Schulwoche vorbereitet hatten, Tendenz steigend! Gleichzeitig war es so, dass das Sekretariat unterbesetzt war – wir wünschen uns sehr, dass jetzt Ersatz gefunden wurde und auch die Administration wieder voll bestückt ist. Dem Adjunkten und den Damen im Sekretariat gebührt ein spezieller Dank dafür, dass sie das Schiff über Wasser hielten, obwohl jemand in der Crew fehlte.

An Besonderem bleibt mir in Erinnerung, dass am diesjährigen Chorkonzert argentinische Klänge die katholische Kirche Bülach füllten und dass es beim Perlentauchen dieses Mal auch um tatsächliches Tauchen ging, dass die Schüler die Lehrer im Fussball in extremis schlugen und dass vor den Sommerferien die Lastwagen auffuhren, um unser altes Haus wenigstens in Teilen zu renovieren.

Ausserhalb des Unterrichts sind die Zürcher Mittelschulen auch zunehmend beschäftigt mit zwei Reformen. Da ist einerseits das Projekt «Governance» (vgl. den Artikel des Präsidenten). Viel unmittelbarer werden unsere Lehrpersonen und Schüler_innen aber das nationale Projekt WEGM (Weiterentwicklung der gymnasialen Maturität) in seiner kantonalen Ausprägung WegZH zu spüren bekommen. Die ersten Klassen werden das Schuljahr 2029/30 im neuen System – ohne Profile, mit zum Teil völlig neuen Schwerpunktfächern – beginnen. Bis dahin gibt es noch viel zu tun.

Roland Lüthi, Rektor

Schwerpunkt

Rede zur Maturfeier

Liebe Eltern und Angehörige, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Gäste, liebe Maturandinnen und Maturanden

«Matura twentytwentysix» – so stand es auf Ihren stilvollen Shirts am letzten Schultag, der unter dem Motto «Nightlife» stand. Ein letzter Schultag, der zweifellos in die Geschichte der KZU eingehen wird. Was Sie daraus gemacht haben, erfüllt mich noch immer mit grosser Freude. An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön für diesen gelungenen und würdigen Abschluss Ihrer Kantikarriere – wirklich grossartig gemacht!

Wenn ich von hier oben in Ihre Gesichter schaue, habe ich den Eindruck, dass einige das Motto «Nightlife» in den letzten Tagen – oder besser gesagt Nächten – recht intensiv gelebt haben. Recht haben Sie und verdient haben Sie es auch!

Am 22. August 2022 erschien im Tages-Anzeiger ein Artikel mit dem Titel «Dosierter Stress kann die Resilienz stärken.» Die Kernaussage: Ein geringes bis mittleres Mass an Stress stärkt die psychische Widerstandskraft – die sogenannte Resilienz – und hilft uns, zukünftige Herausforderungen besser zu bewältigen. Ich gehe davon aus, dass Sie diesen Artikel damals gelesen haben, erwähne ihn dennoch und dies aus zwei Gründen – Erstens: Sie, liebe Maturandinnen und Maturanden, haben in den vergangenen vier oder sechs Jahren sicher mehr als nur gelegentlich ein «geringes bis mittleres Mass an Stress» erlebt. Sie haben gezeigt, dass Sie damit umgehen können. Sie haben Strategien entwickelt, sich durchgebissen, Lösungen gefunden, sonst würden Sie heute nicht hier in den vordersten Reihen sitzen. Einzelne Strategien führten zu einem Gespräch mit mir, aber das wollen wir heute nicht weiter ausführen. Zweitens: Genau an diesem 22. August 2022 begann für die meisten von Ihnen der erste Schultag in den zehn damals dritten Klassen, so wie sie hier vor mir sitzen.

In dieser Zeit haben Sie – ich habe etwas gerechnet, so gut dies ein Sportlehrer kann – rund drei Millionen Schritte auf dem Gelände der KZU zurückgelegt. Jetzt fehlen nur noch wenige Schritte bis zur Übergabe Ihres Maturzeugnisses und die schaffen wir gemeinsam.

Heute sitzen jene hier, die durchgehalten haben, die ihren Weg gegangen sind, die drangeblieben sind und das nötige Wettkampfglück auf ihrer Seite hatten, auch das braucht es ab und zu. Es sind dies 117 Schülerinnen und 91 Schüler.

Manche Erinnerungen an diese vier Jahre werden mit der Zeit verblassen. Versuchen Sie, die schönen Seiten Ihrer Kantizeit lebendig zu halten. Die negativen Ereignisse dürfen Sie vergessen oder daraus die richtigen Lehren ziehen.

Sie sind gut vorbereitet und gerüstet, deshalb haben Sie aus meiner Sicht einen klaren Auftrag: Übernehmen Sie Verantwortung in der Gesellschaft. Bringen Sie sich ein, gestalten Sie mit. Andere haben KI-Ahnig, Sie aber verfügen über ein breites Wissen und sind fähig, gute Argumente vorzubringen, um Ihren Standpunkt zu untermauern, Thesen zu verteidigen und andere von einer Idee zu überzeugen.

Ich gratuliere Ihnen heute nicht nur zur bestandenen Matur, sondern auch zu den folgenden Leistungen.

Sie haben als erster Jahrgang die neu eingeführte Jahrespromotion in der 5. Klasse gemeistert. Das tönt banal, ist es aber nicht, denn der Systemwechsel brachte einige von Ihnen an die Grenze des Bestehens.

Sie haben erreicht, was nur wenigen Jahrgängen bisher gelungen ist, ein 1:1-Unentschieden im Fussballspiel gegen die Lehrpersonen! Gut – das Penaltyschiessen haben die Lehrer dann verloren.

Ich komme zum Schluss:

Gehen Sie hinaus in die Welt, mit dem Maturzeugnis bieten sich Ihnen viele Möglichkeiten und Chancen, nutzen Sie sie oder zumindest eine davon. Machen Sie etwas, das Ihnen Freude bereitet. Und gerne dürfen Sie an die KZU zurückkehren und uns erzählen, wie es Ihnen ergangen ist. Das Kantifest, wir werden bald 55 Jahre alt, oder andere Anlässe laden geradezu ein, sich mit dann ehemaligen Klassenkolleginnen und -kollegen auszutauschen und zu erfahren, welche Lebenswege sie eingeschlagen haben.

Sie bleiben in unseren Köpfen, nehmen Sie das Zeugnis in die Hand und behalten Sie die KZU im Herzen.

Der hier abgedruckte Redetext wurde von der Redaktion gekürzt.

François Rey, Jahrgangsverantwortlicher

Klassenfotos

Klasse 6a

1 Benjamin Seydl, 2 Eva Schurter, 3 Hannah Stüven, 4 Céline Vögele, 5 Oliver Kotlowski, 6 Elsen Muraleetharan, 7 Leonie Kaiser, 8 Lara Hinnen, 9 André Fischer, 10 Anna Puthumana, 11 Emma Huber, 12 Diego Trüb, 13 Jana Zartowski, 14 Florinda Cotting, 15 Liliane Schildknecht, 16 Michaela Külling, 17 Dael Nadeem, 18 Steffi Mariyanayagam, 19 Lisa Bernasconi, 20 Sinan Moor, 21 Ella Stieger, 22 Sara Kahlert, 23 Larissa Smith, 24 Norina Bucher, 25 Venera Avdaj, 26 Klassenlehrerin Michèle Wenger.
Nicht auf dem Bild: Sara Bolliger.

Klasse 6c

1 Dragomir Zdravkov, 2 Clara Brink Dorca, 3 Nicolas Baur, 4 Justin Walder, 5 Noemi Lüthi, 6 Kyle Gisler, 7 Seraina Meyer, 8 Lilla Sinko, 9 Paul Baldinger, 10 Noélie Dénervaud, 11 Nico Müller, 12 Eliana Lella, 13 Jonas Baur, 14 Klassenlehrerin Britta Scholze, 15 Teodora Pantelic, 16 Beatrice Kaukenaite, 17 Chiara Ninni, 18 Paula Mussio, 19 Matyas Szilagyi, 20 Katja Ayleen Ilijana Anderegg.

Klasse 6d

1 Ella Carniello, 2 Sophie Gmür, 3 Meo Di Marco, 4 Nadine Lutz, 5 Sophie Hässig, 6 Joy Santoro, 7 Zara Piperdy, 8 Ornela Murto, 9 Alexandra Spasojevic, 10 Ayana Albrecht, 11 Noémie Bähler, 12 Alessia Guadagnino, 13 Alessia Esposito, 14 Sofia Hoffmann, 15 Matteo Carulli, 16 Marla Lena Ott, 17 Tsenguun Bayarsaikhan, 18 Liam Tran, 19 Niame Eberle.
Nicht auf dem Bild: Lorena Caterina & Klassenlehrer Luca Turi.

Klasse 6e

1 Nethanja Blaser, 2 Sophia Weber, 3 Andela Milanovic, 4 Beatriz Costa Correia, 5 Diya Mundiyani, 6 Elif Cetin, 7 Adrian Hickel, 8 Anisha Ramona Colat, 9 Celia Masanga, 10 Maxima Mäschli, 11 Saranjan Devanantham, 12 Jasmin Mathur, 13 Klassenlehrer Dominik Steiner, 14 Antonio Donatucci, 15 Anesa Krasniqi, 16 Léa Rohrer, 17 Mia Egger, 18 Lily Sunda, 19 Isabelle Wegmüller, 20 Pauline Himstedt, 21 Sarah Popinavra, 22 Nerina Hauri, 23 Michelle Rolle, 24 Lynn Coray, 25 Tamara Zimmerli.
Nicht auf dem Bild: Eliane Andrist, Aurelia Guyer.

Klasse 6g

1 Klassenlehrer Manuel Bischof, 2 Dario Baltensperger, 3 Julia Monticelli, 4 Lukas Lehner, 5 Santiago Andri Alig, 6 Hüseyin Eren Aciktepe, 7 Ken Chanh, 8 Ruben Heinzmann, 9 András Porcsin, 10 Virginia Ludwig, 11 Bastian Louis Bölter, 12 Samuel Jaschko, 13 Leonard Gollhardt, 14 Giada De Filippo, 15 Mattia Cauterucci, 16 Milán Feigl, 17 Trisha Jain, 18 Mohammad Daniel Arianfar, 19 Lenny Schmid, 20 Madhavi Sharma, 21 Julian Hägi.
Nicht auf dem Bild: Elnaz Ahmadi, Arian Ahmetaj.

Klasse 6h

1 Marius Werder, 2 Klassenlehrer Kaspar Schwarzenbach, 3 Vedang Karan, 4 Thivjan Thirugnaneswaramoorthy, 5 Shubham Jayant, 6 Rahel Rietmann, 7 Lorin Pisà, 8 Elias Stäheli, 9 Lara Ortmann, 10 Levi Hiltbrunner, 11 Micha Grünenwald, 12 Philip Germann, 13 Roberto Berger, 14 Marco Weideli, 15 Jowan Haj-Yahya, 16 Isha Nair, 17 Catrina Stadler, 18 Ruchitha M. W. De Pinto, 19 Aleksandra Divac, 20 Emina Salihodzic, 21 Elias Schrag, 22 Laurin Luginbühl, 23 Sujith Thayaparan.

Klasse 6i

1 Kacper Bloch, 2 Derrick Chung, 3 Alain Fitzli, 4 Saskia Rodriguez Gonzalez, 5 Nelio Härtner, 6 Lina Tirinzoni, 7 Alexander Rieser, 8 Andri Brandao, 9 Matthias Wickihalder, 10 David Sorbara, 11 Felix Bamert, 12 Sebastian Rothe, 13 Naveen Gnanavasan, 14 Thamilsasena Vijayakumar, 15 Maren Andreoli, 16 Kai Stucki, 17 Ana Laura De Azevedo Vaz Guedes, 18 Harineha Sivasakthivel, 19 Jenuhrwin Jeyaranjan.
Nicht auf dem Bild: Klassenlehrerin Marianne Rosatzin, Luka Simonovic.

Klasse 6j

1 Timon Gschwind, 2 Stavros Nikou, 3 Lino Bürki, 4 Saverio Fleischmann, 5 Fabio Agazio Manoiero, 6 Julia Stucki, 7 Nick Saxer, 8 Noël Maryanto Shaweltan, 9 Luis Sidler, 10 Nina Schmid, 11 Marc Jaquier, 12 Noah Keller, 13 Klassenlehrerin Barbara Gilliéron Abreu Castiñeira, 14 Fabienne Stutz, 15 Aylin Te, 16 Selma Acet, 17 Clara Baïche, 18 Andrin Minocchieri, 19 Olivia Rusconi, 20 Magor Senesi.

Klasse 6k

1 Emil Staufer, 2 Vishaan Obrecht, 3 Klassenlehrer Christof Huber, 4 Cédric Zimmermann, 5 Jason Siegrist, 6 Mohammad Yosof Ghouse, 7 June Van den Broek, 8 Marius Auer, 9 Mia Compagnoni, 10 Melvin Bettschen, 11 Siri Moser, 12 Abd Rahym Mezghiche, 13 Leon Hänni, 14 Yasmine Katamesh, 15 Matilda Zeise-Gött, 16 Luca Gemma, 17 Clivia Brogle, 18 Maelle Rogenmoser, 19 Rabea Reinhard, 20 Maurin Graf.
Nicht auf dem Bild: Lena Atzenweiler, Sophia Berglas, Olivier Suter.

Klasse 6m

1 Paul Synal, 2 Rebecca Furrer, 3 Ella Sofia Thobaben, 4 Lucy Sutter, 5 Noemi Peier, 6 Tara Kernland, 7 Aileen Tracy Kaiser, 8 Fabrice Giger, 9 Sarah Weibel, 10 Luiz Gustavo Dingler, 11 Sophie Buchmann, 12 Klassenlehrerin Nele Fischer, 13 Lianel Denzler, 14 Anna Nemeth, 15 Jil Grabner, 16 Tamara Müller, 17 Leana Drinovac.

Rückblicke

Projektorientiertes Lernen

In 18 verschiedenen Projekten setzten sich die 4. Klassen im Rahmen des projektorientierten Lernens (kurz poL) im Frühlingssemester 2026 in klassendurchmischten Gruppen unter der Betreuung von Lehrerinnen und Lehrern mit den folgenden Themen auseinander:

Akzente 2025/26

August 2025
September 2025
Oktober 2025
November 2025
Dezember 2025
Januar 2026
Februar 2026
März 2026
April 2026
Mai 2026
Juni 2026
Juli 2026

Schulkommission

Nachrichten aus der SK

Beat Verhein, Präsident

Das kürzlich zu Ende gegangene Schuljahr brachte für die Schulkommission (SK) noch nie dagewesene Veränderungen. Im Frühsommer segnete der Kantonsrat die Änderungen des Mittelschulgesetzes ab. Das Projekt «Governance» war den Schulkommissionen erstmals 2018 vorgestellt worden. Grundtenor war die Schaffung attraktiver Arbeitsbedingungen für die Schulleitungen. Damit einher gingen jedoch tiefgreifende Veränderungen, insbesondere der Rollen von Schulkommissionen und Konventen.

Die SK sollte zwar oberstes Organ der Schule bleiben, entscheidende Kompetenzen jedoch an Schulleitungen und teils ans Mittelschulamt abtreten. Schon damals ging ein Aufschrei durch die Reihen der SK-Präsidien: Die Schulkommissionen würden marginalisiert; dann könne man sie ehrlicherweise gleich ganz abschaffen. Die Rückmeldungen fielen vernichtend aus.

Nach einem längeren politischen Prozess hiess der Kantonsrat schliesslich den regierungsrätlichen Entwurf gut. Was bedeutet das für die SK? Sie bleibt oberstes Organ der Schule, verliert aber sämtliche bisherigen Entscheidungskompetenzen – mit Ausnahme der Bewilligung des Leitbildes. Bei Anstellungen und Mitarbeiterbeurteilungen wirkt sie lediglich mit; entschieden wird durch Schulleitung und Mittelschulamt. Auch Erwahrungen der Maturitätsprüfungen, Disziplinarfälle und die Rolle als Rekursinstanz entfallen. So wird die SK zu einem «Sounding Board» ohne wirklichen Einfluss. Die Reduktion der Aufgaben wird wohl auch personelle Auswirkungen haben. Mit Fug und Recht lässt sich acht Jahre nach Projektstart fragen: Warum schafft man die SK nicht gleich ganz ab? Offen ist auch der Zeitpunkt der definitiven Einführung, man hört Zahlen von 2027 bis 2032…

Lubor Borsig musste die SK altersbedingt per Ende 2025/26 verlassen. Als ausgewiesener Fachmann, besonders für Naturwissenschaften, wirkte er in zahlreichen Anstellungsverfahren und Mitarbeiterbeurteilungen mit. Mit ihm verlor die SK auch ihren letzten Hochschulvertreter. Sein Ersatz gelang trotz vielseitiger Bemühungen nicht. Für seinen langjährigen Einsatz zum Wohle der ganzen «Kanti Bülach» danke ich ihm im Namen der SK und der Schulleitung herzlich.

Beat Verhein, Präsident

Die Schulkommission 2025/26

Das neue Mitglied der Schulkommission

Saskia Girsberger
ausgebildete Schulleiterin und Primarlehrperson

Rückblicke

Mehrtägige Exkursionen und Projektwochen

Lehrpersonen 2025/2026

Anstellungen

José Abreu
Physik, MLP mbA

Dimitri Amstein
Wirtschaft & Recht, MLP

Clara Belke
Sport, MLP

Bruno Brünner
Wirtschaft & Recht, MLP mbA

Nicole Bruggmann
Deutsch, MLP

Leila Elmer
IU Sologesang, MLP

Alois Harb
Pädagogik & Psychologie, MLP

Nina Gantner
Wirtschaft & Recht, MLP mbA

Anja Leu
Englisch, MLP

Michaela Lischer
Deutsch, MLP mbA

Rahel Pailer
IU Sologesang, MLP

Die quer über das Magazin verteilten bunten Punkte sind Ausschnitte aus Malereien der Klasse 5c.

Verabschiedungen

Abschied von der KZU

Der diesjährige Sommerausflug der Lehrpersonen führte auf die Juckerfarm am Pfäffikersee. In idyllischer Umgebung verabschiedete die KZU drei langjährige und prägende Lehrerinnen. Marianne Weber wurde bereits am Ende des Herbsemesters verabschiedet.

Eva Heine Egli
Psychologin

Marianne Rosatzin
Geschichtslehrerin

Britta Scholze
Deutschlehrerin

Andrea Senning
Physiklehrerin

Marianne Weber
BG-Lehrerin

Ausblicke

Studienfachbazar

Hätte sich Carlotta ohne Yanns Zutun wohl definitiv für das Studium der Rechnergestützten Wissenschaften entschieden? Ob Dario noch lange zwischen Biologie und Chemie gezögert hätte, wäre Mauro nicht mit Anschauungsobjekten und Enthusiasmus bewaffnet als angehender Biologe überzeugend aufgetreten? Soll man nach der Matura doch wie Luisa eine Lehre als Mediamatikerin in Angriff nehmen? Und Elin? Sie schrieb sich für Maschinenbau ein, nachdem sie Urs einen Tag an die ETHZ begleiten durfte.

Mitte November findet an der KZU jeweils der beliebte Studien- und Berufswahlanlass statt. Unsere Ehemaligen teilen ihre Erfahrungen und wertvollen Tipps an der Schnittstelle Gymnasium/höhere Ausbildungsstätten in einem bunten Studienfachbazar mit unseren 5. und 6. Klässler:innen. Die Mensa füllt sich dabei mit Vertreter:innen verschiedenster Hochschulen – UZH, ETHZ, HSG, Uni Bern, Université de Genève, ZHAW, PHZH, ZHdK um die wichtigsten zu nennen – und unsere Alumnae und Alumni berichten über Freuden und Leiden des Studieneinstiegs, erklären Stundenpläne, beschreiben Prüfungserfahrungen, nennen Student:innen-Partys und empfehlen Vereine, geben Ratschläge für ein Zwischenjahr, für den idealen Nebenjob oder eine erfolgreiche Wohnungssuche.

Letztes Jahr durften wir über 40 Ehemalige empfangen und nach dem anregenden Austausch anlässlich eines kleinen Apéros dankend mit ihnen anstossen. Der diesjährige Anlass findet am 13. November statt, wobei wir unsere Alumnae und Alumni anfangs Oktober kontaktieren werden. Weitere Erfolgsgeschichten garantiert!

B. Gilliéron & C. Gruber

Agenda

Impressum

Informationsmagazin der Kantonsschule Zürcher Unterland
Kantonsschulstrasse 23, 8180 Bülach
044 872 31 31 – magazin@kzu.ch
Erscheint drei Mal im Jahr. Nummer 61 (Chronik 2025/26)
Nächste Ausgabe Januar 2027, Einsendeschluss 12. Dezember 2026
Auflage 1950 Exemplare
Redaktion: Claudia Knecht (kn), Roland Lüthi (ral), Martin Meier (mm), Robert Richter (ri)
Bildredaktion: Jost Rinderknecht (rk)
Gestaltung: Feurer Network AG
Lektorat: Markus Weber
Druck: bm druck ag, 8185 Winkel

Nr. 60 – Juni 2026

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Diese Ausgabe ist digital nicht verfügbar.

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