KZU – der Tanzfilm

Der Film gibt einen Einblick in die Tanzshow vom Schuljahr 2023/24. Choreografie: Simona Pernisch, Kamera/Schnitt: Jorge Silva Rodrigues. Dauer: 37 Min.

https://www.youtube.com/watch?v=FoF7bhIDVyQ?modestbranding=1&rel=0

Unerhört!

Noël – c’est l’amour. Mit diesem Auftakt des Vokalensembles war das Programm für das diesjährige Weihnachtskonzert der KZU in der reformierten Kirche Bülach gesetzt.

Unerhört blieb das mehrstimmige, querflötistische & vokale Werben um Schnee «Let It Snow, Let It Snow, Let It Snow» von Jule Styne – indes waren die Darbietungen des musizierenden Teils der KZU-Schülerschaft allesamt unerhört gut. Die aufmerksame Hörerschaft und Fangemeinde dankte es mit grossem und warmem Applaus. Welcher Titel – ebenfalls von den Querflötistinnen vorgetragen – wäre denn passender als der folgende: «Das klinget so herrlich» von Wolfgang Amadeus Mozart. Es würde den Rahmen sprengen, um alle Klangkünstler*innen (inkl. Jonglierkünste am Schlagzeug und sehr charmanter Moderation) aufzuzählen – schliesslich wollen wir ja nicht noch ewig warten auf Weihnachten. Eine frohe Botschaft fürs neue Jahr sei aber an dieser Stelle bereits verkündet: Die südamerikanische Messe «Misa a Buenos Aires» von Martin Palmieri, deren «Credo» zum wuchtigen und stimmigen Abschluss des Weihnachtskonzertes vom Grossen Chor der KZU vorgetragen wurde, wird am 30.1. bzw. am 1.2. 26 in der katholischen Kirche aufgeführt. Diesen musikalischen Fixpunkt im neuen Jahr gilt es sich vorzumerken.

Wir wünschen allen besinnliche Feiertage und einen guten Jahreswechsel.

Text und Bilder: Jost Rinderknecht
weitere Bilder für KZU-Angehörige unter diesem Link.

Ein bildgewaltiger Tango

Chorkonzerte von Schulen sind stets auch Anlässe für Eltern und Angehörige, ihre jungen Protagonist*innen in Aktion zu sehen. Teilnahme und Anerkennung sind schliesslich zentrale pädagogische Motivatoren. Konzerte sind also neben dem Hören durchaus auch zum Sehen da. Diesem Anspruch wurde das diesjährige Chorkonzert mehr wie gerecht. Der «Grosse Chor der KZU» trat unter der Leitung von Sabine Zehnder und Alexandra Reust mit der Unterstützung von Klavierlehrer Zenon Cassimatis als Korrepetitor in der katholischen Kirche Bülach auf. Und wie er das tat! Das Konzert war ein Fest für alle Sinne: bildgewaltig, klangstark, rhythmisch und emotional. Die beiden Musiklehrerinnen und Chorleiterinnen wagten sich an Martin Palmeris anspruchsvolle Messe «Misa a Buenos Aires» heran – eine Tangomesse, deren ungewohnte Klänge, Rhythmen und Themen nicht direkt der Lebenswelt der Jugendlichen entspringen. Gerade darin lag aber auch die Magie des Moments. Das rund hundertköpfige Ensemble, begleitet durch ein Ad-hoc-Orchester aus dem Umfeld der KZU, in Bordeauxrot- und Blautönen gewandet, schmiegte sich letztlich wie ein perfektes Bild in den von goldenen Altaren gesäumten Chor der neogotischen Dreifaltigkeitskirche des Hl. Laurentius. Die klanglich sehr gehaltvoll und kräftig vorgetragene Messe, mit grossartigen Soli der Gesangslehrerin Catriona Bühler, berührte das Publikum stark. Umrahmt wurde das Konzert, in dem auch weitere chorale und instrumentale Werke von Palmeris Landsmann Astor Piazzolla interpretiert wurden, von den KZU-Tänzerinnen unter der Leitung von BG-Lehrerin Tamara Früh und Sportlehrerin Clara Belke. Die Damen tanzten sich unter den herzzerreissend melancholischen Klängen von Akkordeonlehrer Thomas Weber durch das Kirchenschiff – ein weiterer klanglicher und bildlicher Höhepunkt. Fast schon zu früh wurde das begeisterte Publikum von den sehr warmherzig moderierenden Noemi Peier (6m) und Justin Walder (6c) in den Abend entlassen. Vielen Dank an Alle, die dieses eindrückliche Bild-Konzert ermöglicht haben. Nach diesem Abend müsste man den «Tango argentino» eigentlich besser «Tango de oro» nennen…

Fotos und Text: Jost Rinderknecht
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