{"id":655,"date":"2026-09-20T09:00:00","date_gmt":"2026-09-20T09:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/ict.kzu.ch\/index.php\/2026\/09\/20\/die-heutige-jugend-vom-20-september-2026\/"},"modified":"2026-10-19T10:54:42","modified_gmt":"2026-10-19T08:54:42","slug":"die-heutige-jugend-vom-20-september-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ict.kzu.ch\/index.php\/2026\/09\/20\/die-heutige-jugend-vom-20-september-2026\/","title":{"rendered":"\u00abDie heutige Jugend\u00bb"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Gedanken zu Gen Z und Gen Alpha<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn Sie das Emoji \ud83d\udc4d unter eine Nachricht, die Sie bekommen, setzen, was wollen Sie dann damit sagen? Ich meine mit dem D\u00e4umchen eigentlich zwei Dinge: \u00abIch habe das gelesen und ich bin grunds\u00e4tzlich einverstanden.\u00bb Damit ist aber, so habe ich das nachgelesen, noch etwas Drittes gesagt: Ich bin \u00e4lter als 31. J\u00fcngere Generationen, die Generationen Z (Geburtsjahr ca. 1995 bis 2012) und Alpha (2013 bis 2024 geboren) meinen, wenn sie schon (bzw. noch) Nachrichten kommentieren, mit dem D\u00e4umchen eher, durchaus auch sarkastisch, etwas im Rahmen von \u00abOh wow, bist du da auch noch stolz drauf?\u00bb Auch Zeichen wie \ud83d\ude02, \u2764, und \ud83d\ude42 werden von verschiedenen Generationen nicht gleich verwendet. Nat\u00fcrlich ist nie eine ganze Generation in sich einheitlich, aber Trends innerhalb von Generationen sind doch so wichtig, dass es ganze Firmen gibt, die ihr Geld damit verdienen, zum Beispiel \u00e4lteren Chef_innen zu erkl\u00e4ren, wie sie am besten mit ihren j\u00fcngeren Angestellten umgehen. Der Chef einer solchen Firma sprach im Rahmen der KSGR (der Konferenz Schweizerischer Gymnasialrektorinnen und -rektoren) in Locarno zu uns. Yannick Bl\u00e4ttler tat dies auf erfrischende Weise und viel von dem, was er sagte, war erhellend. Schon recht bald wurde aber klar, dass, um es richtig zu machen, einiges ge\u00e4ndert werden m\u00fcsste. Zum Beispiel w\u00fcnschen Angeh\u00f6rige der Gen Z sich h\u00e4ufiges Feedback. Mitarbeitergespr\u00e4che m\u00fcssten weit h\u00e4ufiger als j\u00e4hrlich stattfinden (sie finden bei uns zum Teil dreij\u00e4hrlich statt), Reaktionen auf Leistungen h\u00e4tten quasi instantan zu erfolgen. Hier begehrte zum ersten Mal ein Rektor auf. Er fragte den Sprecher, wie viele Angestellte er denn f\u00fchre? Zehn, meinte dieser. \u00abSehen Sie, bei mir sind das 60!\u00bb erwiderte der Rektor. Der Redner liess sich davon nicht aus der Ruhe bringen, sondern konterte sofort (und tats\u00e4chlich auf Englisch): \u00abSounds like a system problem.\u00bb Tats\u00e4chlich gibt es Momente, wo wir sagen, etwas gehe nicht, nicht, weil wir die Ver\u00e4nderung nicht eigentlich begr\u00fcssen w\u00fcrden, sondern, weil die Umst\u00e4nde die Ver\u00e4nderung verhindern. In solchen F\u00e4llen ist es dann sicher richtig, zu pr\u00fcfen, ob diese Umst\u00e4nde nicht angepasst werden k\u00f6nnen. (Und ob man tats\u00e4chlich nicht kann, oder einfach nicht will \u2013 aber das ist eine andere Geschichte.) Sofortiges und h\u00e4ufiges Feedback bekommen junge Leute \u00fcbrigens zum Beispiel im Sportverein, wo, wenn nicht die Trainerin oder der Trainer, so doch der Sport selbst einem konstant und sehr direkt Feedback zur eigenen Leistung gibt. Von ihren Chefs erwarte die Gen Z ausserdem ein Dreieck aus Klarheit, Performance und Erholungsangeboten, hiess es weiter. Hier bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich verstanden habe, was damit gemeint ist, ich hoffe aber, dass, wer Performance verlangt, auch bereit ist, Performance zu liefern. Dass man klar sein soll, ist, nun, klar. Dass der Arbeitgeber die Erholungsangebote mitliefern soll, ist allerdings tats\u00e4chlich eine Ver\u00e4nderung gegen\u00fcber der Zeit, als zum Beispiel ich erste Arbeitsversuche auf Baustellen machte. (Gilt das auch f\u00fcr Baustellen? Es m\u00fcsste wohl, auch dort ist die Gen Z ja als Arbeitskraft angekommen.) Die Klarheit wird \u00fcbrigens auch bei dem, was eine Stelle bietet, gefordert. Man will klar wissen, was von einem erwartet wird. Die zwei weiteren Forderungen hier seien, dass Angebote instantan sein sollen (Ich nehme an, das heisst etwa: \u00abIch will es JETZT.\u00bb) \u2013 und sie m\u00fcssen auch flexibel sein (Ich lese: \u00abIch will Gestaltungsfreiheit.\u00bb). Sp\u00e4testens jetzt fehlte allerdings mir dann etwas die Klarheit \u2013 wie soll ein Angebot gleichzeitig klar definiert und flexibel sein? Sowieso finde ich, zum Beispiel im Unterricht, aber auch im Umgang mit deutlich j\u00fcngeren Kolleg_innen, nicht, dass die Unterschiede zwischen den Generationen gr\u00f6sser sind als die verbindenden Elemente. Dennoch ist es interessant und wichtig, sich auch mit den Unterschieden auseinanderzusetzen, nur schon, um wissend entscheiden zu k\u00f6nnen, wo sich das System anpassen soll und wo eben die Menschen im System gefordert sind, sich anzupassen. Ganz ohne die F\u00e4higkeit und die Bereitschaft, manchmal auch einfach aus den gegebenen Umst\u00e4nden das Beste zu machen, wird es wohl f\u00fcr jede Generation schwierig.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine gute Woche w\u00fcnscht<br\/>Roland L\u00fcthi, Rektor<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Artikel zum Thema finden sich zum Beispiel in den Online-Ausgaben der New York Times (24. August 2026) oder dem Wall Street Journal (9. August 2021). Beide Lekt\u00fcren brauchen allerdings ein Abo.<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a href=\"https:\/\/ict.kzu.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/260920_Wochenbrief-1.pdf\">Wochenbrief<\/a><a href=\"https:\/\/ict.kzu.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/260920_Wochenbrief-1.pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download>Herunterladen<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gedanken zu Gen Z und Gen Alpha: ein Blick auf Emojis, Generationenunterschiede und was sie wirklich bedeuten.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":583,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"single-hero.php","format":"standard","meta":{"_coblocks_attr":"","_coblocks_dimensions":"","_coblocks_responsive_height":"","_coblocks_accordion_ie_support":"","footnotes":""},"categories":[12],"tags":[],"class_list":["post-655","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-wochen-news"],"featured_image_src":"https:\/\/ict.kzu.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/foto_kzu_6c0c164bd2b597ee32b68b8b5755bd2e-1.jpg","author_info":{"display_name":"admin","author_link":"https:\/\/ict.kzu.ch\/index.php\/author\/kato\/"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ict.kzu.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/655","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ict.kzu.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ict.kzu.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ict.kzu.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ict.kzu.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=655"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/ict.kzu.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/655\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1552,"href":"https:\/\/ict.kzu.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/655\/revisions\/1552"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ict.kzu.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/583"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ict.kzu.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=655"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ict.kzu.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=655"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ict.kzu.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=655"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}