{"id":664,"date":"2026-06-07T09:00:00","date_gmt":"2026-06-07T09:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/ict.kzu.ch\/index.php\/2026\/06\/07\/von-kuessen-und-statuen-vom-7-juni-2026\/"},"modified":"2026-10-19T10:54:48","modified_gmt":"2026-10-19T08:54:48","slug":"von-kuessen-und-statuen-vom-7-juni-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ict.kzu.ch\/index.php\/2026\/06\/07\/von-kuessen-und-statuen-vom-7-juni-2026\/","title":{"rendered":"\u00abVon K\u00fcssen und Statuen\u00bb"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Gedanken zur Identit\u00e4tsstiftung<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor einigen Wochen startete erneut ein Team aus Lehrpersonen der Kanti an der SOLA-Stafette. Diese wird vom Akademischen Sportverband Z\u00fcrich organisiert. Urspr\u00fcnglich kam die Idee in den 70er-Jahren aus Schweden in die Schweiz, zun\u00e4chst verband der Lauf die Hochschule St. Gallen mit den Z\u00fcrcher Hochschulen, Teams teilten sich die Strecke von Ost nach West auf und rannten gegen- und miteinander. Seit 1986 ist es ein Rundkurs um die Stadt Z\u00fcrich, aufgeteilt in 14 Teilstrecken, die unterschiedlicher nicht sein k\u00f6nnten. Es gibt ein paar wahre Monster darunter, aber das ist eine andere Geschichte. Das Motto ist eigentlich \u00abMitmachen ist alles\u00bb und es soll Spass machen. Die Rennenden w\u00fcnschen sich bei der \u00dcbergabe entsprechend Sch\u00f6nes, wie \u00abGeniess jeden Schritt\u00bb und \u00abLach\u2019 den ganzen Weg\u00bb, nicht wahr? So ist es nat\u00fcrlich nicht, es kommt eben doch immer auch etwas Ehrgeiz auf. Dieser zeigt sich unter anderem darin, dass wir, das KZU-Team, online durchaus auch auf die Teams der anderen Kantis \u2013 und auf das des Mittelschul- und Berufsbildungsamtes \u2013 schauen. Es laufen nicht sehr viele Kantis mit, aber die KZN und die KZO sind eigentlich immer dabei. Die KZN findet man gut im Online-Tool der SOLA, uns aus B\u00fclach erst recht. Deutschlehrer Florian Riesen, unser f\u00fcrsorglicher TeamCaptain, meldet uns n\u00fcchtern als \u00abKZU\u00bb an.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Suche nach unserer grossen Schwester unter den Landschulen, der Kanti Wetzikon, gestaltet sich schwierig. Um sie zu finden, muss man wissen, dass die KZO eine der wenigen Kantis mit einem bekannten Motto ist. W\u00e4hrend praktisch jede unserer Partnerschulen in Manchester irgendeinen mehr oder weniger tiefsch\u00fcrfenden Leitspruch im Logo hat, gibt es diese Tradition bei uns eher nicht. Der Leitspruch der Kanti Wetzikon ist witzig, scheint weit hergeholt, ist aber einzigartig, weil er wirklich nur f\u00fcr die KZO geht. Die Geschichte ist schnell erz\u00e4hlt: In den 80er Jahren kam es zu Vandalismus am Schulgeb\u00e4ude! Es ranken sich noch heute Ger\u00fcchte um die Urheberschaft, bewiesen wurde soweit ich weiss nie etwas. Eines Tages stand in grossen Lettern das Graffito \u00abnur ein kuss\u00bb am Schulhaus, das Nomen erst noch frech klein geschrieben! Die Schuloberen begriffen damals sehr schnell, dass hinter diesem gesprayten Spruch sehr viel Schulromantik steckt \u2013 und liessen ihn, man stelle sich das vor, nicht entfernen. Der Spruch ist der KZO geblieben, er ist wohl allen Abg\u00e4nger_innen der Schule bekannt und er zierte auch schon die offiziellen Sportdresses der Kanti Wetzikon an Z\u00fcrcher Mittelschulsporttagen. Ja, und das Lehrpersonenteam an der SOLA hatte sich eben auch unter diesem Namen angemeldet, was das Auffinden in der Rangliste etwas erschwerte. (Es gelang \u2013 mit etwas Scrollen nach hinten&#8230;) Ich bin mit einigen Wetziker Lehrpersonen und Abg\u00e4nger_innen pers\u00f6nlich verbandelt und gebe zu, dass ich immer etwas neidisch auf \u00abden Kuss\u00bb gewesen bin.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor Jahren \u00abzierte\u00bb ein grosses Boden-Graffito das Trottoir vor unserer Bushaltestelle hier in B\u00fclach. (Ja, anders als andere Kantis haben wir eine eigene Bushaltestelle, die \u00abKantonsschule\u00bb, heisst.) Dort stand, ebenfalls eines Morgens und ohne bekannte Urheberschaft, \u00abHOW AM I NOT MYSELF?\u00bb. Hier findet sich die Quelle (der Film I Heart Huckabees von 2004), mir geht es aber mehr um die Frage, ob sich diese Frage als KZU-Schulmotto geeignet h\u00e4tte. Ich liess schon mehrfach Schulklassen im Englischunterricht zum Thema schreiben. Das Thema wurde erstaunlich oft gew\u00e4hlt, aber die Idee, das zu unserem Motto zu machen, fiel meist durch. Einige konnten der Frage etwas abgewinnen \u2013 in der Lebenszeit der Selbstfindung, in der sich unsere Sch\u00fcler_innen ja durchaus befinden, ist sie nicht irrelevant. Sie ist auch eine m\u00f6gliche Antwort auf den gelegentlich ge\u00e4usserten Erwachsenen-Vorwurf, dass jemand \u00abnicht sich selbst\u00bb und also \u00abausser sich\u00bb sei.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor allem zeigte sich in den Aufs\u00e4tzen aber, dass Schulmottos grunds\u00e4tzlich nichts sind, was sich bei uns aufdr\u00e4ngt \u2013 es fehlt die Tradition. Erzwingen l\u00e4sst sich das nicht, es braucht einen gl\u00fccklichen Zufall und den Mut, diesen auszunutzen, wie in Wetzikon geschehen. Immerhin bin ich froh, dass wir, wenn schon kein Motto, so doch ein Logo, ein Erkennungszeichen, haben, das jede und jeder erkennt, der unsere Kanti kennt \u2013 und wahrscheinlich kaum jemand sonst. In gewisser Weise ist unser Kuss in Stein gemeisselt.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine gute Woche w\u00fcnscht<br\/>Roland L\u00fcthi, Rektor<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a href=\"https:\/\/ict.kzu.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/260607_Wochenbrief-1.pdf\">Wochenbrief<\/a><a href=\"https:\/\/ict.kzu.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/260607_Wochenbrief-1.pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download>Herunterladen<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gedanken zur Identit\u00e4tsstiftung: Ein KZU-Lehrpersonenteam an der SOLA-Stafette rund um Z\u00fcrich.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":583,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"single-hero.php","format":"standard","meta":{"_coblocks_attr":"","_coblocks_dimensions":"","_coblocks_responsive_height":"","_coblocks_accordion_ie_support":"","footnotes":""},"categories":[12],"tags":[],"class_list":["post-664","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-wochen-news"],"featured_image_src":"https:\/\/ict.kzu.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/foto_kzu_6c0c164bd2b597ee32b68b8b5755bd2e-1.jpg","author_info":{"display_name":"admin","author_link":"https:\/\/ict.kzu.ch\/index.php\/author\/kato\/"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ict.kzu.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/664","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ict.kzu.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ict.kzu.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ict.kzu.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ict.kzu.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=664"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/ict.kzu.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/664\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1563,"href":"https:\/\/ict.kzu.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/664\/revisions\/1563"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ict.kzu.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/583"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ict.kzu.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=664"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ict.kzu.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=664"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ict.kzu.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=664"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}